ENAct-Dem: Erfahrungen, Netzwerke und Aktionen von und für Menschen mit Demenz
Menschen mit Demenz sagen uns, dass sie zu Hause alt werden wollen. Das heißt, sie möchten weiterhin daheim wohnen können und am Leben vor Ort beteiligt bleiben. Dies ist nicht zuletzt deshalb so wichtig, weil mit Demenz zu leben sehr viel mehr heißt als Pflege in Anspruch zu nehmen. Doch um das Verständnis dafür, was im Leben jenseits von Sorge und Unterstützung eine wichtige Rolle spielt, ist es im Zusammenhang mit Demenz nicht gut bestellt. Menschen, die mit einer Diagnose leben und solche, die für sie sorgen, ohne dafür bezahlt zu werden, berichten uns, dass es in ihren gemeinschaftlichen Zusammenhängen viele alltägliche Erfahrungen, Beziehungen und Gelegenheiten gibt, besser mit Demenz leben zu können. Solche Möglichkeiten sind für Wohlbefinden und Lebensqualität von entscheidender Bedeutung. Sie ermöglichen es den betroffenen Menschen, ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Sie haben das Potenzial, durch soziales und körperliches Aktivsein die Aufnahme in die Langzeitpflege zu verzögern oder zu verhindern. Das Projekt ENAct-Dem wird mit von Demenz betroffenen Gruppen und Einzelpersonen zusammenarbeiten, um die Bedeutung zu erforschen, die dieser geweitete Blick für die Bewältigung eines Lebens mit Demenz in einem gemeinschaftlichen Umfeld besitzt. Wir werden die vernetzten Bezüge von Orten und Menschen untersuchen, die eine Rolle dabei spielen, unterstützende und einbeziehende Gemeinschaften zu schaffen. Was wir daraus lernen werden wir nutzen, um die Gestaltung einer entsprechenden Politik, Gemeinwesenentwicklung und Versorgung zu unterstützen.
Das EnAct-Dem Team
Unser internationales Team kommt aus drei Ländern (Deutschland, Kanada und Vereinigtes Königreich) und arbeitet mit Menschen mit Demenz zusammen, um auf einen Wandel zum Besseren hinzuwirken und sicherzustellen, dass ihre Sichtweisen und Interessen in Planungs- und Versorgungssystemen vertreten sind. Wir werden Erkenntnisse darüber gewinnen, wie Menschen mit Demenz auf kommunaler Ebene am wirksamsten Einfluss auf Politikgestaltung, Planung und Versorgung nehmen können. Unsere Forschungsarbeit wird auf lokaler und internationaler Ebene Verbindungen zwischen Netzwerken von Menschen mit Demenz schaffen. Auf längere Sicht wollen wir das öffentliche Bewusstsein und Verständnis für das Thema Demenz dadurch schärfen, dass wir den bedeutsamen Beitrag aufzeigen, den Menschen mit Demenz in ihren Lebenszusammenhängen leisten.










