Das Projektteam


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Das EnAct-Dem Projekt Team verteilt sich auf sechs Forschungsstützpunkte in drei verschiedenen Ländern.

Kanada

Das kanadische Team von EnAct-Dem arbeitet an den Forschungsstandorten Thunder Bay und Vancouver.

Dr Elaine Wiersma

Dr Elaine Wiersma

Thunder Bay

Elaine ist Direktorin des Centre for Education and Research on Aging & Health (Zentrum für Bildung und Forschung zu Alter und Gesundheit) und außerordentliche Professorin an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Lakehead University. Sie hat ihren Master und ihren Doktortitel an der University of Waterloo erworben.

Elaine hat viele Jahre in Praxis und Forschung mit älteren Erwachsenen, und  insbesondere mit Menschen mit Demenz gearbeitet. Sie hat darüber geforscht, wie man die Geschichten der betroffenen Menschen so erzählt, dass Stereotypen und falsche Vorstellungen von älteren Menschen und besonders solche von Menschen mit Demenz hinterfragt werden.  

Ihre Arbeit mit Menschen mit Demenz fußt auf Anwaltschaft, Inklusion und Rechten als grundlegenden Werten. Elaine arbeitet mit partizipativen, qualitativen Methoden. Ihre Forschungsarbeit umfasst die gemeindenahe Pflege und die stationäre Langzeitpflege, das Thema Altern und die Pflege von Menschen mit Demenz, die Erkundung gemeinschaftlicher Zusammenhänge im nördlichen und ländlichen Kanada wie schließlich Fragen der Lebensqualität.

Dr Alison Phinney

Dr Alison Phinney

Vancouver

Alison Phinney leitet die Forschung im ‘Projekt zur Schaffung von Kapazitäten’ (Building Capacity Project). Sie ist Professorin und Außerordentliche Direktorin der Graduiertenprogramme an der University of British Columbia, School of Nursing, sowie Co-Direktorin des Zentrums zur Erforschung des Personseins bei Demenz (Centre for Research on Personhood in Dementia).

Als Expertin im Bereich Demenz zeigt sie in ihrer Arbeit das Potenzial betroffener Menschen dafür auf, mit der Krankheit zu Rande zu kommen, sich aktiv in ihre gemeinschaftlichen Zusammenhänge einzubringen und Familien wie auch der Gesellschaft Verständnis und Hoffnung zu vermitteln. Alison arbeitet partnerschaftlich mit Verantwortungsträgern im Gemeinwesen und Menschen mit Demenzerfahrung zusammen, um Wissen und Kapazitäten zur Unterstützung von Personsein und sozialer Teilhabe älterer Menschen aufzubauen – und dies insbesondere bei Menschen mit Demenz und deren Familien. Ihre Arbeit beleuchtet, wie wichtig soziales Engagement sowie kreative und körperliche Aktivitäten zur Förderung des Wohlbefindens und der Persönlichkeitsentwicklung bei Demenz sind.

Dr Eric Macnaughton

Dr Eric Macnaughton

Thunder Bay und Vancouver

Eric ist Forschungsleiter des kanadischen Teils von EnAct-Dem. Er verantwortet die Gesamtleitung dieses nationalen Teilprojekts, die Koordination der Umsetzung neuer Demenzinitiativen an den beiden Standorten und überwacht die Forschungs- und Bewertungsaspekte des Projekts.

Er hat an der University of British Columbia im Bereich Interdisciplinary Studies promoviert und eine Ausbildung in gemeindenaher Psychologie absolviert. Er bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in der gemeindenahen Forschung, Evaluation und Wissensübertragung im Bereich gemeinwesenbasierter psychischer Gesundheit mit. Zuletzt war Eric am Projekt At Home/Chez Soi beteiligt, einer Initiative zur Umsetzung, Bewertung und Erweiterung eines Modells zur Bereitstellung von Wohnraum und Unterstützung vormals wohnungsloser Menschen, die mit psychischen Problemen und Suchtproblemen zu kämpfen haben.

Erics Interesse für Demenzerkrankungen ist zweifach motiviert: zum einen durch seinen familiären Hintergrund und zum anderen von den Ähnlichkeiten zwischen der Genesungsbewegung im Bereich der psychischen Gesundheit und dem Aufbau sozialer Bürgerschaft (jedweden Geschlechts) für Menschen mit Demenz als Ziel von EnAct-Dem.

Deutschland

Das deutsche EnAct-Dem Team betreut die Forschungsstandorte Giessen und Falkensee.

Reimer Gronemeyer

Prof. Dr Reimer Gronemeyer

Giessen

Reimer hat in Hamburg, Heidelberg, Edinburgh und Bochum studiert und in den Fächern Theologie und Soziologie promoviert.

Seit 1975 ist er Professor für Soziologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Neben seinem Interesse an Fragen des Alterns und der sozialen Seite des Demenz-Thematik ist Reimer seit vielen Jahren im Bereich der Palliativ-Bewegung engagiert und wissenschaftlich tätig. Als weiterer großer Bereich ist sein großes Interesse am afrikanischen Kontinent und insbesondere seine wissenschaftliche und praktische Arbeit in Namibia zu nennen. In allen drei Bereichen genannten Themen hat Reimer mehrere Forschungsprojekte geleitet. Im Rahmen eines breiten Diskursprojekts der Robert-Bosch-Stiftung gehörte er außerdem zu den Gründungsmitgliedern der Aktion Demenz (2006), deren Vorsitzender er bis heute ist. Und nicht zuletzt ist Reimer Ehrensenator der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Gabriele Kreutzner

Dr Gabriele Kreutzner

Falkensee und Giessen

Gabriele hat in Tübingen und Stony Brook (N.Y.) American Studies, Anglistik und Germanistik studiert. Ihre Arbeit ist eng mit geschlechtersensiblen und feministischen Fragestellungen verknüpft und orientiert sich an einem Interesse an Fragen der KULTUR, das sich u.a. in Auseinandersetzung mit den internationalen Cultural Studies entwickelt hat. 

Ihr berufliches Leben war und ist stark von wissenschaftlichen Aktivitäten in anwendungsbezogenen Zusammenhängen bestimmt. Dies gilt insbesondere für ihr inzwischen mehr als 20jähriges Engagement im Feld Demenz. Sie hat über lange Jahre ein Zentrum für Wissenstransfer mit aufgebaut und war und ist als Übersetzerin, Redakteurin, Autorin und Forscherin tätig. Ganz lebenspraktisch hat sie ein Wanderprogramm für Menschen mit und ohne Demenz mit auf den Weg gebracht und ist mit ihrer örtlichen Gruppe seit zehn Jahren regelmäßig auf kleinen Wanderungen unterwegs.

Jonas Metzger

Dr Jonas Metzger

Giessen

Jonas hat an der Justus-Liebig-Universität Gießen Sozialwissenschaften studiert. Seine Promotion befasste sich mit den soziokulturellen Aspekten lokaler Saatgutsysteme und mit Transformationsprozessen in kleinbäuerlichen Gesellschaften in Ostafrika.

Seit 2011 war Jonas am Giessener Institut für Soziologie, Lehrstuhl Gronemeyer, in verschiedenen Forschungsprojekten tätig. Hauptschwerpunkte bildeten dabei die Themen „Ernährungssicherung in Subsahara-Afrika” und “Alternde Gesellschaften in Europa”.

Jonas ist zudem seit 2019 am Institut für Sonderpädagogik und Inklusionspädagogik bei Prof. Dr. Reinhilde Stöppler tätig. Dort ist er für das Fach Geragogik zuständig und lehrt zum Thema Bildung im Alter für Menschen mit und ohne Behinderung.

Oliver Schultz

Dr Oliver Schultz

Giessen und Falkensee

Oliver studierte Bildende Kunst und Germanistik in Mainz und Dijon, Frankreich. Seit 2001 leitet er das Projekt “Kunst und Begegnung – Kunstgruppen für Menschen mit Demenz“ in verschiedenen Pflegeheimen. 2018 promovierte er an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Wien/Österreich mit einer Arbeit zur Ästhetik der Demenz am Institut für Palliative Care und Organisationsethik. 

Seine langjährige Beschäftigung mit Kunstpraktiken und Menschen mit Demenz sowie seine Sozialforschung, die eine beziehungsorientierte Pflegeperspektive fördert, zeichnen ihn als erfahrenen Praktiker in der Demenzpflege und interdisziplinären Wissenschaftler in der Demenzforschung aus.

Vereinigtes Königreich

Das britische Team von EnAct-Dem betreut die Forschungsstandorte Greenwich (England) und Stirling (Schottland).

Andrew Clark

Professor Andrew Clark

Greenwich

Andrew promovierte an der Universität von St. Andrews im Fach Humangeographie. Er hat an der Open University und der University of Leeds als Forscher gearbeitet und wechselte dann an die University of Salford. Dort war er 15 Jahre tätig war und wurde 2018 Professor für Soziologie an der dortigen School of Health and Society. 

Im Oktober 2023 übernahm Andrew an der University of Greenwich im Londoner Südosten eine Professur am Institut zur Erforschung der Entwicklung im Lebensverlauf. Andrew interessiert sich seit langem dafür, wie unterschiedliche Menschen ihren Alltag in Nachbarschaften erfahren. Ein weiterer großes Interessenschwerpunkt gilt innovativen und kreativen Methoden.

Dr Richard Ward

Dr Richard Ward

Stirling

Richard Ward (er/sein) ist Leiter des Gesamtprojekts EnAct-Dem. Er ist diplomierter Sozialarbeiter mit den Arbeitsschwerpunkten Soziale Arbeit und Soziale Betreuung. 

Richard interessiert sich vor allem dafür, wie Menschen Demenz erfahren sowie für das Thema Versorgung und deren Erforschung mittels partizipativer und ko-produktiver Methoden. Vor EnAct-Dem hat er eine über fünf Jahre laufende Studie zum Thema Demenz geleitet. Sie war Teil eines Forschungsprogramms, das vom britischen Rat für Wirtschafts- und Sozialforschung/Nationales Institut für Gesundheits- und Pflegeforschung finanziert wurde. In diesem Zusammenhang war er u.a. für ein Projekt zur Förderung der demenzbezogenen Gemeinwesenentwicklung in Stirling mit dem Titel „Unsere vernetzten Nachbarschaften“ verantwortlich. Richard ist Mitherausgeber des Buches Dementia and Place, das internationale Forschungsergebnisse zu gemeinschaftsbezogenen Erfahrungen zum Leben mit Demenz darstellt.

Er ist zudem Mitbegründer des Netzwerks “Critical Dementia Studies“, das sich insbesondere mit Fragen der Gleichberechtigung und der sozialen Gerechtigkeit im Kontext Demenz befasst. In diesem Rahmen ist er Mitherausgeber der Buchreihe Dementia in Critical Dialogue (Routledge) und des einführenden Bandes der Reihe Critical Dementia Studies (Critical Dementia Studies: An Introduction), das offen zugänglich ist.

Dr Mary Njoki

Dr Mary Njoki

Stirling

Mary ist Forschungsstipendiatin an der Universität von Stirling und derzeit in zwei Projekten tätig: Zum einen bei EnAct-Dem und zum anderen im vom UKRI finanzierten Projekt Designing Housing for Healthy Cognitive Ageing (Design für gesundes Wohnen im Alter, DesHCA), das im Februar 2024 abschließt. Dieses Projekt hatte zum Ziel, skalierbare Innovationen in der Wohnraumgestaltung zu identifizieren, um ein längeres und gesünderes Leben für Menschen mit kognitiven Veränderungen einschließlich Demenz zu unterstützen.

Mary hat im Bereich Demenz promoviert. In ihrer Dissertation hat sie die Erfahrungen von Menschen mit Demenz aus schwarzen und ethnischen Minderheiten untersucht, die Direktzahlungen in der Sozialfürsorge in Anspruch nehmen. Mary hat einen Abschluss als Master of Science in angewandter Sozialforschung und einen in der Sozialen Arbeit und war sieben Jahre als Sozialarbeiterin tätig.

Ihre Forschungsinteressen umfassen die Themen Demenz, das Altern, die Erfahrungen schwarzer und ethnischer Minderheiten beim Zugang zu Dienstleistungen und selbstbestimmter Unterstützung (vor allem im Bereich Direktzahlungen) sowie das Thema Intersektionalität, die Überschneidung von Demenz, Altern, Geschlecht, Klasse und Ethnizität.

Gill Eaglestone

Dr Gill Eaglestone

Greenwich

Gill ist Forschungsstipendiatin an der Universität von Greenwich. Gill studierte Gesundheits- und Sozialpflege an der Canterbury Christ Church University. Sie ist examinierte Krankenschwester mit einem Hintergrund in klinischer Forschung. Sie hat an verschiedenen Forschungsprojekten an der University of Kent und der Canterbury Christ Church University gearbeitet.

Im Jahr 2021 wechselte Gill an die University of Greenwich, um eine Promotion in Humanwissenschaften zu absolvieren. In ihrer Doktorarbeit untersucht sie die Kosten und die Wirksamkeit nicht-medikamentöser Therapien, wie z. B. Musiktherapie für Menschen mit Demenz.

Gill engagiert sich seit vielen Jahren für kommunale Kunstprojekte, die dazu beitragen, die psychische Gesundheit zu verbessern und die soziale Isolation älterer und demenzkranker Menschen zu verringern.

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